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Interviews |
| Ute Berg | | Ute Berg mit dem Bundeskanzler | Die engagierte Paderborner Lehrerin ist als Bundestagskandidatin des Kreises Paderborn nominiert. Sie hat einen sicheren Listenplatz und damit die besten Chancen, bald die Interessen der Bürgerinnen und Bürger aus dem Kreis Paderborn in Berlin im Bundestag zu vertreten.
Detlef Klemme sprach mit der attraktiven Paderborner Sozialdemokratin.
BLiCKpunkt: "Frau Berg, wenn Sie nach der Bundestagswahl am 22. September nach Berlin gehen, bleiben Sie dann trotzdem Paderborn erhalten?"
Ute Berg: "Ja selbstverständlich! Ich verabschiede mich ja nach der Wahl nicht von Paderborn. Hier wird nach wie vor der Schwerpunkt meines politischen Engagements liegen." BLiCKpunkt: "Sie haben sich in der Vergangenheit als Vorsitzende des Ausschusses für Soziales- und Behindertenbelange für den sozialen Bereich sehr stark engagiert. Wie lässt sich diese Arbeit den in Berlin fortsetzen?"
Ute Berg: "Ich habe kürzlich meine Wünsche für die Ausschussbesetzung im nächsten Deutschen Bundestag bei der Geschäftsführerin unserer Bundesfraktion abgegeben. Mein Erstwunsch war der Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Zweitwunsch der Auschuss für Bildung und Forschung und der Drittwunsch der Ausschuss für Fremdenverkehr und Tourismus. Sie sehen, dass der soziale Bereich auch weiterhin ganz oben auf der Tagesordnung steht."
BLiCKpunkt: "Schreckt Sie die Vorstellung nicht, in Zukunft ständig zwischen Berlin und Paderborn zu pendeln?"
Ute Berg: "Ganz und gar nicht! Wie Sie wissen, Herr Klemme, bin ich ja zu dieser Bundeskandidatur nicht geprügelt worden, sondern habe mich freiwillig darum beworben. Und ich bin nach wie vor euphorisch im Hinblick auf das, was mich nach dem 22. September erwartet. Ich freue mich sehr auf die vielfältigen Aufgaben und Gestaltungsmöglichkeiten, die ich bekommen werde. Und die verschiedenen Arbeitsorte stellen keine Abschreckung, sondern willkommene Bereicherung dar."
BLiCKpunkt: „Was sagt denn Ihre Familie zu den Veränderungen, die auf Sie zukommen?"
Ute Berg: "Meine Familie steht voll hinter meiner Kandidatur. Für meinen Mann wird es natürlich eine Umstellung geben, aber er sieht die Gesamtsituation auch sehr positiv. Und da unsere Kinder inzwischen längst erwachsen sind und nicht mehr in Paderborn wohnen, werden sie die Veränderungen ja nicht so hautnah spüren."
BLiCKpunkt: "Kommen wir noch einmal zurück zur Sozialpolitik und zu Ihrem jetzigen Arbeitsfeld. Die Gruppe der Seniorinnen und Senioren wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten immer stärker wachsen. Sollte sich Politik nicht besonders für diese Zielgruppe einsetzen?"
Ute Berg: "Ja, sicher. Und das habe ich in der Vergangenheit auch bereits getan. So habe ich kürzlich Wohneinrichtungen für alte Menschen aufgesucht, um mich über deren Situation, Wünsche und Bedürfnisse zu informieren. Bei einer Veranstaltung im Westphalenhof habe ich referiert zu diesem Thema "Wohnen im Alter", und ich bin davon überzeugt, dass auf diesem Gebiet noch weiterer Handlungsbedarf besteht, dass Politik Strukturen schaffen muss, die den unterschiedlichen Bedürfnissen, die diese Zielgruppe hat gerecht werden. Oberstes Ziel muss es aber sein, ein möglichst langes selbstständiges Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Mit dem Sozialausschuss haben wir kürzlich das SeniorenInternetCafé besucht und waren fasziniert von dieser neuen Einrichtung in Paderborn, die ein weiterer Baustein ist zu einem vielfältigen Angebot für die Älteren in unserer Stadt, das ihnen Abwechslung bietet, sie fordert und aus der Isolation, in der sich einige von Ihnen befinden, heraus holen kann. Und besonders gut finde ich, dass hier auch ehrenamtliche Helfer/innen tätig sind, die selbst schon zur Gruppe der Älteren zählen. Ich glaube, dass unsere Gesellschaft insgesamt nicht auf das Engagement und das Know How der Älteren verzichten kann und die gut daran tut, künftig noch viel stärker darauf zurück zu greifen."
BLiCKpunkt: "Frau Berg, eine letze Frage: Was sind für Sie die drängendsten Probleme, die gesellschaftlich gelöst werden müssen? Bitte eine kurze Antwort."
Ute Berg: "Wir müssen den gesellschaftlichen Zusammenhalt organisieren. Es darf keine unüberwindbaren Gräben geben zwischen Jung und Alt, Reich und Arm, Gesund und Krank. Nur eine solidarische Gesellschaft, die sich der Fairness und Gerechtigkeit verpflichtet fühlt, wird die Zukunftsaufgaben meistern. Dazu gehören Investitionen in Kinder und Jugendliche, in Arbeit und Beschäftigung, in ein solidarisches Gesundheitswesen und vieles mehr."
BLiCKpunkt: "Frau Berg, ich danken Ihnen für dieses Gespräch." | |
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